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19 Dez 2013

Ein merkwürdiger Umgang mit unserem Antrag

00:01 Uhr

Redebeitrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen zur Sitzung der Gemeindevertretung am 17.12.2013:

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
meine Damen und Herren,

Das war schon ein merkwürdiger Umgang mit unserem Antrag:

Wir äußerten eine Bitte und der Bürgermeister erklärt im Ausschuss, dass er ihr – ob beschlossen oder nicht – ohnehin nicht nach kommen würde. Seine Argumente: Personalknappheit bzw. -kosten. Die SPD meinte, wir sollten uns doch an die Privatleute wenden, die Laubbläser einsetzten. Nun, wir wissen um die Zuständigkeiten der Gemeindevertretung – und das sollten sie auch. Lediglich die CDU scheint sich inhaltlich mit unserem Antrag auseinandergesetzt zu haben. Immerhin kamen einige inhaltliche Argumente im Planungs- und Umweltausschuss, die wir zwar nicht teilen aber akzeptieren können.

Worum geht es?

Der Einsatz von Laubbläsern bringt unbestritten Nachteile für Menschen, Tiere und hierbei insbesondere für Kleinlebewesen, die wichtige Aufgaben in unserem Ökosystem übernehmen. Lärm, CO² und Feinstaub beeinträchtigen die Gesundheit der Menschen.

Was wollten wir Grünen?

Wir wollten die Geräte nicht verbieten, wir wollten ihren Einsatz eingeschränkt wissen und das insbesondere vor Einrichtungen, die hauptsächlich von Kindern frequentiert werden.

Meine Damen und Herren, hat sich jemand von Ihnen einmal die Mühe gemacht, über die dadurch betroffenen Flächen bzw. Gehweglängen nachzudenken? Vermutlich nicht. Sonst hätte die Ablehnung nicht so harsch ausfallen können. Wir schätzen die Mehrarbeitszeit auf maximal 40 Stunden pro Jahr im Herbst. Ein kleiner Dienst an der Umwelt bei der Säuberung unserer Gemeinde. Aber offensichtlich zu viel Ökologie- denn Zimmern soll ja schließlich glänzen. Da reichen Rechen und Besen nicht.

„Nicht sauber sondern rein“, heißt scheinbar die Devise – und dafür sind Laubläser offenbar unvermeidlich.

 

Verfasst am 19.12.2013 um 0:01 Uhr von mit den Schlagwörtern , , .
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